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25 May 2018, 13:17

Wearables müssen nicht immer sichtbar sein

Die meisten der aktuell erhältlichen Wearables werden in Form einer Uhr oder eines Armbands am Handgelenk, andere auch am Gürtel getragen. Sie sind fast alle auf die Fitness-Branche ausgerichtet. Einzige Ausnahme bilden hier einige Smartwatches, die zwar auch über einen Activity Tracker verfügen, aber eher ein modisches Statement für Technik-Begeisterte und Marken-Fans darstellen.

Auch wenn die Hersteller all dieser Wearables es vielleicht nicht zugeben würden, ist das Handgelenk (oder die Taille) nicht unbedingt der beste Ort für die Sensoren. Und sind diese Sensoren überhaupt für die Aktivitätsüberwachung geeignet? Ein Problem mit Smartwatches und Smartbands ist, dass jeder sie sehen kann. Inzwischen sind sie zwar keine sperrigen Kästen aus Plastik und Gummi mehr, sondern überzeugen mit ihrem schlanken und optimierten Design, doch es kommt nicht nur auf das Aussehen an. Es ist auch entscheidend, ob das Gerät geladen werden muss oder Batterien benötigt, wie genau das Gerät ist, ob man darüber nachdenken und das Gerät jeden Tag anlegen muss und ob es sich nahtlos mit Handy oder Tablett verbindet.

Die Technologie unsichtbar machen

Wenn die Überwachung unserer Aktivitäten und unseres Fitnesslevels genauer werden und sich durchsetzen soll, müssen sich die Hersteller damit befassen, diese Technologie unsichtbar zu machen. Die Bezeichnung "Invisibles" mag ein Wortspiel sein, doch im Wesentlichen geht es darum, die Geräte in die Kleidung zu integrieren, die wir jeden Tag tragen.

Die Tatsache, dass Sie sich jeden Morgen anziehen müssen (außer Sie sind Nudist), macht Smart Clothes zur logischen Weiterentwicklung von Wearables. Das Anziehen von Unterwäsche, T-Shirt, BH oder Schuhen erfordert keinen zusätzlichen Aufwand von Ihnen und Sie müssen Ihre alltäglichen Aktivitäten nicht an die Technologie anpassen.

Die Vorstellung einer Gesellschaft, die sich voll und ganz auf die intelligente Kleidung einlässt, war in den letzten Jahren nie mehr als ein Wunschtraum. Doch in letzter Zeit versuchen Marken wie Google, Levi Strauss und Ralph Lauren das Konzept unsichtbarer Wearables umzusetzen (auch wenn die Kritiken gemischt ausfallen). Da die meisten der in letzter Zeit entwickelten Wearables der Aktivitätenüberwachung dienen, soll auch die intelligente Kleidung über diese Funktion verfügen und dem Benutzer genaue Fitnesswerte und eine verbesserte Trainingsanalyse bieten.

Intelligente Kleidung für Jedermann

Da Sie die meiste Zeit des Tages Kleidung tragen, sollten für diese intelligente Textilien verwendet werden, damit Sie Ihr Fitnesslevel auch ohne den Gang ins Fitnessstudio überprüfen können. Und das alles mit Ihrer alltäglichen Kleidung. Der direkte Körperkontakt mit der intelligenten Kleidung hilft nicht nur Athleten bei der Kontrolle ihrer Fitness, sondern könnte auch dazu dienen, Menschen mit verschiedenen Krankheitsbildern aus der Ferne zu überwachen. Außerdem könnte sie aufzeichnen, wenn ältere Menschen stürzen oder wo sich ein Kind aufhält, und Sie dann darüber informieren. Die Technologie ist vielseitig einsetzbar und die Liste möglicher Anwendungen für Smart Clothes ist lang.

Vor kurzem entwickelte Google ein leitfähiges Garn, das in normales Gewebe eingeflochten und in alle Farben eingefärbt werden kann. Im Zuge des Projekts "Jacquard" entstand in Zusammenarbeit mit Levi Strauss eine smarte Jeansjacke namens "Commuter". Ursprünglich für Radfahrer entwickelt, kann diese intelligente Jacke Ihren Standort verfolgen, Sie über haptisches Feedback auf eingehende Anrufe aufmerksam machen, Ihnen als Navigationshilfe dienen und vieles mehr.

Das amerikanische Unternehmen Noble Biomaterials ist ein weiterer Pionier im Bereich der intelligenten Textilien. Das von diesem Unternehmen entwickelte Produkt "CircuiteX" stellt dem Unternehmen nach derzeit die leitfähigste Technologie auf dem Markt dar und ist dabei weich und flexibel. Unter Verwendung eines hochleitfähigen Garns könnte eine flexible Leiterplatte mit der textilen Struktur verlötet werden, die den Anforderungen von Standard-Produktionsprozessen wie Pick-and-Place genügt. Wird die Technologie in einen Stoff integriert, können Atemfrequenz, Herzfrequenz, Krafteinwirkung usw. überwacht werden. Die Daten werden an ein Modul gesendet, das die Informationen sammelt und zur Auswertung an ein Mastergerät sendet.

Kontextspezifisch

Im Zusammenhang mit Smart Clothes kommt Ihnen Omsignal aus Kanada vielleicht bekannt vor, auch wenn das Unternehmen seine Produkte nicht an den Verbraucher verkauft. Sie führen eine breite Palette an "kontextspezifischer Smart Wear", die eine Vielzahl von biometrischen Daten aufzeichnen kann und diese zur weiteren Analyse an die Cloud sendet. Omsignal hat sich als Technologieplattform etabliert und verfügt über einen umfassenden Hintergrund in der Entwicklung intelligenter Kleidung. Die Sammlung an Whitepapers verdeutlicht den Umfang der beeindruckenden Forschung und des Wissens zu diesem Thema.

Bei der Recherche zu Smart Clothes fällt auf, dass die Kleidungsstücke noch immer über eine "Blackbox" verfügen. Dabei handelt es sich um einen Dongle in der Größe eines USB-Sticks, der dazu benutzt wird, die biometrischen Daten zu erfassen und zu speichern, bevor sie einem Verarbeitungssystem zugeführt werden. Der Trend geht auf jeden Fall in Richtung der intelligenten Kleidung und weg von am Handgelenk oder Gürtel getragenen Wearables, da die Erfassung von Daten durch die Verwendung intelligenter Textilien wesentliche Vorteile bietet.

Wegfallen der Schnittstelle

Der entscheidende Schritt wird das Wegfallen der Schnittstelle. Kein Laden, keine Batterien und das intelligente Kleidungsstück synchronisiert sich nahtlos mit den Anwendungen, die die biometrischen Daten auswerten. Wenn es noch nicht geschehen ist, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Smart Clothes ohne Schnittstelle auf dem Markt erscheinen und von den Herstellergemeinschaften mehr und mehr akzeptiert wird. Dieses Jahr nehmen viele Firmen und Unternehmen an der Virgin Pulse Global Challenge teil, einem Wettbewerb, der uns allen helfen soll, ein wenig aktiver zu werden. Für diese Veranstaltung entschied man sich für Technik, die am Handgelenk getragen wird. Die Frage ist, ob diese in den kommenden Jahren verschwinden und durch eine Kollektion von T-Shirts ersetzt wird. Die Zukunft für diese Technologie ist vielversprechend und hält eine scheinbar endlose Liste mit einer Vielzahl von Anwendungen in vielen Bereichen bereit. Ich freue mich darauf, wie sich diese faszinierende Technologie weiterhin entwickeln wird.

 

Wenn Sie mehr über Wearables und die damit verbundene Technologie erfahren möchten, klicken Sie hier.

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25 May 2018, 13:17

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