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20 Aug 2019, 13:43

Luftverschmutzung. Liegt die Lösung in den (IoT)-Clouds?

Die Luftverschmutzung ist für einige von uns, die diese Welt bewohnen, ein direktes oder kein Problem. Ich beziehe mich dabei natürlich auf den Ort, an dem Sie leben. Aber abgesehen von Ihrer persönlichen Interaktion mit der Luft, die wir atmen, bleibt die Tatsache, dass die Luftverschmutzung für uns alle ein ernsthaftes Anliegen ist. Die Art der Luftverschmutzung, die für die Entstehung von Smog verantwortlich ist, ist auch für andere Umweltereignisse wie sauren Regen und die Beschädigung der Ozonschicht verantwortlich und spielt ebenfalls eine Rolle beim Klimawandel.

Wir alle haben schon die Bilder von überfüllten Städten gesehen, die von dichtem Smog umhüllt sind und über die Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen gelesen, für die diese stark verschmutzten Gegenden verantwortlich sind. Im Dezember 1952 legte sich für vier Tage ein Smog über London, der 12000 Menschen tötete und in den kommenden Monaten wahrscheinlich zu weiteren 8000 Todesfällen führte. Diese Katastrophe führte schließlich zum Clean Air Act von 1956 in Großbritannien, mit dem rauchfreie Kohle zusammen mit zahlreichen anderen Maßnahmen eingeführt wurde, z. B. die Verlegung von Kraftwerken aus Stadtzentren, um solch einen Vorfall zu verhindern. Die Luft in London und anderen Städten hat sich dadurch verbessert.

„Pea-Souper“ war nicht super

Der Smog („Pea-Souper“), der einst regelmäßig den Himmel über London vernebelte und während dieser Zeit für viele Todesfälle verantwortlich war, ist jetzt nur noch in den Geschichtsbüchern zu finden. Das heißt aber nicht, dass die Luft in London weniger stark verschmutzt ist, sondern nur, dass sie nicht mehr so verschmutzt ist, wie sie war.

In den fast 70 Jahren danach kam es zum Glück zu keinem weiteren tödlichen Vorfall in diesem Maße. Allerdings wächst weltweit die Anzahl der Vorfälle von gesundheitsschädigender Umweltverschmutzung und lokalem Smog in Ländern wie Indien, Pakistan und China, um nur einige zu nennen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) behauptet, dass über sieben Millionen Menschen pro Jahr den Gefahren der Luftverschmutzung zum Opfer fallen, eine erschreckende Statistik, insbesondere in Verbindung mit der Aussage, dass 91 % der Weltbevölkerung an Orten lebt, wo die Luftqualität ein ernsthaftes Problem ist.

Nun, da sich die für diese Länder verantwortlichen Regierungen mit den langfristigen Auswirkungen der raschen Industrialisierung auseinandersetzen, bei der häufig die Auswirkungen auf die Umwelt außer Acht gelassen wurden, wird versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen. In China haben sich beispielsweise Kohlekraftwerke stark vermehrt, um den Energieanforderungen des rasanten Industriewachstums gerecht zu werden. Folglich hat sich die Verschmutzung verstärkt. Jetzt wird in Bezug auf Kohlekraftwerke hart durchgegriffen und auf erdgasbetriebene Energieerzeugung umgestiegen. Dies hat zu einer deutlichen Verringerung der Schadstoffwerte im ganzen Land geführt.

Bildquelle: NBC News

Der Riesen-Luftreiniger

In Xian, in der chinesischen Provinz Shaanxi, wurde ein einzigartiger und innovativer Ansatz zur Bewältigung der Luftverschmutzung entwickelt. Es wurde ein 100-Meter-Turm für die Luftreinigung gebaut. Dieses einmalige Gebäude saugt Luft in große Gewächshäuser um seine Basis herum. Dort erwärmt sich die Luft, passiert dann beim Aufstieg mehrere Reinigungsfilter und strömt oben im Turm wieder aus. Dadurch wird die Luftqualität in einem Bereich von angeblich 10 km2 verbessert. Mit der Verarbeitung von Millionen von Kubikmetern Luft seit seiner Konzeption konnte laut lokal erfassten Luftverschmutzungsdaten die Anzahl der Luftpartikel um 15 % verringert werden. Dieser Turm ist eine kleinere Version eines größeren vorgeschlagenen Modells, das 500 m hoch sein soll mit einem Durchmesser von 200 m und Gewächshäusern auf einer Fläche von 30 km2 um die Basis herum. Dieses Modell ist angeblich in der Lage, saubere Luft für eine Kleinstadt bereitzustellen. Das ist unglaublich, wenn die Effektivität dieser Vorrichtung stimmt. Es gibt eine Fülle innovativer Designs, die Gestalt annehmen. Einige interessante Konzepte, die einen Blick wert sind, finden Sie hier.

Städte auf der ganzen Welt ergreifen die Initiative, um das Problem der Umweltverschmutzung zu bekämpfen. Fahrzeuge werden zu bestimmten Zeiten in Städten verboten oder die zulässige Anzahl wird reduziert. Dazu kommen Einschränkungen bzgl. der Motorgröße und der Kraftstoffart. Öffentliche Verkehrsmittel, von Natur aus mit Diesel betrieben, werden auf Erdgas umgestellt. Fahrradwege und die Nutzung von Fahrrädern werden gefördert. All das sind gute Ideen. Freiburg in Deutschland hat 500 km Fahrradwege sowie ein günstiges und effizientes öffentliches Transportsystem. Im Stadtteil Vauban können Bewohner nicht mehr in der Nähe ihrer Wohnung parken und Autobesitzer zahlen 18000 Euro für einen Stellplatz am Stadtrand. Als Entschädigung für diese scheinbar drastische Methode werden den Bewohnern billigere Wohnungen und eine kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel angeboten.

Luft, in Echtzeit

Was können wir persönlich tun, um die Luftverschmutzung zu verringern? Einfache Dinge wie das Ausschalten von Beleuchtung und elektrischen Geräten, die Verwendung von Energiesparlampen, der Wechsel zu Elektrofahrzeugen, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel usw. werden uns täglich vorgehalten. Da gibt es nichts Neues. Aber neben all den sinnvollen Optionen, die wir im Einklang mit lokalen Regierungsinitiativen wählen können, gibt es noch etwas, das einige schon machen und auch Sie tun können. Dabei geht es nicht um eine Art Initiative, wie kein Auto mehr zu fahren, sondern um eine Chance der Bevölkerung, ihre Daten über das Internet der Dinge (IoT) zu einem wachsenden globalen Informationspool hinzuzufügen.

Regierungsdaten über lokale Schadstoffwerte werden in der Regel nicht veröffentlicht und nicht in Echtzeit angezeigt, zumindest nicht in Großbritannien. Daher haben Sie in der Regel keine Vorstellung davon, welche Bereiche eines Orts oder einer Stadt von Verschmutzung betroffen sind. Das in Frankreich ansässige Unternehmen Plume Labs hat ein persönliches Luftqualitätsüberwachungsgerät entwickelt, das zusammen mit deren Telefon-App funktioniert. Zusammen mit von anderen Benutzern gesammelten Informationen kann ein umfassendes Array von Daten in Städten auf der ganzen Welt erfasst werden. Diese Daten können Echtzeitinformationen über lokale Schadstoffwerte bereitstellen, Gegenden anzeigen, die stark verschmutzt sind, und Zeiten starker bzw. niedriger Verschmutzung angeben. Das sind interessante Sachen. Diese Art von Innovation zeigt deutlich, was getan werden kann, um persönlich an der Überwachung und Datenbereitstellung teilzunehmen, um die Umweltverschmutzung zu bekämpfen. Die Kombination dieser Daten mit Daten von Hunderttausenden, vielleicht Millionen von Benutzern weltweit könnte sich im Kampf um eine saubere, sicherere Luft als wertvoll erweisen.

IoT, die Luft und Rechtsstreitigkeiten

Das IoT hat die Tür für Initiativen und Innovationen in diesem Bereich der öffentlichen Sicherheit geöffnet. Mit den Rechtsstreitigkeiten und der Verantwortung, die Unternehmen und Regierungen auferlegt werden, um sich selbst und die Bevölkerung zu schützen, wird die Anzahl an Entwicklungen im Bereich sicherer Luft steigen. Zum Beispiel wurde die britische Regierung bereits mehrfach verklagt, weil keine Maßnahmen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung ergriffen wurden. Exxon wird eine Geldstrafe in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar für die Verschmutzung durch das Abfackeln von Gasen in einigen ihrer Werke an der Golfküste zahlen. Die UN hat dazu das Folgende erklärt:

 „Jeder, der die Natur verschmutzt oder zerstört, muss die Kosten dieser Zerstörung oder Verschmutzung tragen.“

Wenn nicht bereits geschehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Unternehmen oder eine Regierung mit hohen Geldstrafen belegt wird, wenn keine angemessenen Maßnahmen zur Vermeidung einer schwerwiegender Luftverschmutzung ergriffen werden, die zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod unschuldiger Zivilisten führt. Nachlässigkeit wird nicht mehr entschuldigt.

Die Daten, die über das IoT gesammelt werden können, wachsen exponentiell in allen Lebensbereichen, zusammen mit der Anzahl der Geräte, die verbunden werden können und intelligente Daten bereitstellen. Luftverschmutzung und die Qualität der Luft, die wir atmen, abgesehen von persönlichen Umständen, wie z. B. dem Wohnort und der Arbeit, müssen von den verschiedenen Institutionen und Unternehmen verantwortet werden, mit denen wir koexistieren und die die Schadstoffe produzieren. Wir können helfen, so viel ist sicher, wie bereits erwähnt. Diese Hilfe kann in Form von Geräten wie dem „Flow“ erfolgen und mit innovativen Luftüberwachungsnetzwerken, die dem IoT bereits Daten über eine Vielzahl von Projekten und Entwürfen zuführen. Eine schnelle Google-Suche zeigt viele Luftüberwachungsprojekte von Arduino und Raspberry Pi, die vielleicht mehr der persönlichen Freude dienen als dem allgemeinen Gebrauch, aber sie säen die Keimlinge der zukünftigen Entwicklung.

Das Open Source-Design, das viele Bereiche unseres Lebens umfasst, trägt sicherlich dazu bei, dieses potenzielle Netzwerk von Luftüberwachungsgeräten zu beschleunigen. Zusammen mit der breiten Palette von Sensoren, die Menschen wie Ihnen und mir zur Verfügung stehen, stellt sich nicht die Frage „Ob?“, sondern „Wann?“.

Wären Sie bereit, die Luftqualität zu überwachen und die Daten zu teilen?

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20 Aug 2019, 13:43

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